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RadUnfall & das "Cyclassic's Hamburg"

Aktualisiert: 8. Dez 2019

Hallo, hier habe ich noch mal einn Rückblick in die Woche vom 19.08-25.08.19.

Am Montag bin ich noch eine schöne 14 km Runde gelaufen. Mittwoch stand dann die letzte Radtour an, bevor es am Wochenende nach Hamburg zum Euroeyes Cyclassic Rennen gehen sollte.

Als ich den besagten Mi. den 21.08. von Marienberghausen Richtung Bröleck fuhr, passierte es. Ich war mit dem Rennrad auf dem Radweg unterwegs, als plötzlich von links aus einer Einfahrt ein Pkw raus zog. Es ging alles sehr schnell. Ich hatte gehofft er würde mich sehen, doch leider war das nicht der Fall. Ich versuchte noch auszuweichen und bremste, touchierte aber doch noch mit knapp 30km/h seine vordere Stoßstange und flog im hohen Bogen übers Auto und landete hart. Als ich die Augen wieder aufmachte dachte ich, das wars jetzt. Du hast alle Knochen gebrochen, wegen meiner Osteoporose. Ich versuchte ganz langsam alle Gliedmaßen zu bewegen, was auch funktionierte. Vor so etwas hatte ich mich immer gefürchtet. Ich stand auf und war sehr überrascht, das spürbar alle Knochen heile waren.

Ansonsten stellte ich tatsächlich "nur" starke Prellungen an fast allen Gliedmaßen und der Hüfte fest. Ich rief gleich die Polizei an.

Tja musste ich das Wochenende in Hamburg absagen? Obwohl ich noch nicht wusste welche Auswirkungen meine Verletzungen haben werden, rief ich nicht nur meine Lebensgefährtin an das sie mich abholen sollte. Nein auch bei der Firma ROSE bekam ich noch jemanden ans Hörnchen und orderte noch an der Unfallstelle vorsichtshalber mal ein neues PRO SL Rennrad, denn das meinige war Schrott ( Rahmen geknickt und das Vorderrad war Fritte). Daheim angekommen kühlte ich erstmal die größten Hämatome. Die Schmerzen wurden zwar schlimmer aber irgendwie wollte ich das Wochenende in HH nicht an den Nagel hängen.

Ich wartete den Donnerstag ab und holte Freitag meine neue ROSE in Bocholt ab.

Samstag den 24.08. beschlossen wir, meine Freundin, Buki und ich, uns tatsächlich auf zu machen nach Hamburg. Nachmittags holten wir die Startunterlagen ab. Ich wollte auf jeden Fall starten. Und wenn es nicht geht wollte ich das Rennen eben vorzeitig beenden.

Buki der auch Muko hat, konnte leider wegen starken Bauchschmerzen nicht starten.

Um 9:00 Uhr fiel der Startschuss. Es waren optimale Bedingungen, nicht zu warm, nicht zu kalt und windstill war es auch. Es rollte top und Schmerzen wegen der Prellungen hatte ich auch kaum. Etwas schade fand ich, das die Köhlbrandbrücke dieses Jahr nicht in die 101,8 km lange Strecke eingebaut war. Die Runde ging Richtung Osten. Die Stimmung auf der Strecke war toll und landschaftlich war sie ein voller Genuss.

Hier und da fand ich mal eine kleine Gruppe wo ich für ein paar Kilometer etwas Energie sparen konnte. Aber größtenteils war ich allein unterwegs.

Da mein Training doch etwas dürftig war, bekam ich leider bei Km 70 wieder leichte Wadenkrämpfe, die sich aber in Grenzen hielten. Es gab immer mal ein paar Hügelchen die manche Fahrer ziemlich ärgerten. Ich grinste nur, da ich die ja gewöhnt war aus dem Oberbergischen.

Da ich schneller unterwegs war als eigentlich erwartet, ging ich die letzten Kilometer etwas ruhiger an. Ich wollte nichts riskieren, auch der angekündigten Krämpfe wegen.

Im Ziel wartete meine Süße und Buki schon gespannt. Sie verfolgten mich per GPS über eine Fitness App. Nach 3h 08min 20s rollte ich durchs Ziel. Es war einfach der Knaller, was für eine Woche.

Es zeigt mir mal wieder, das der Wille eine riesen Hilfe ist Dinge zu meistern, die einem eigentlich ziemlich unmöglich vorkommen.

Und wenn ich im Nachhinein über diese Woche und den Unfall nachdenke, fühlte es sich ein bisschen so an als hätte meine liebe Mutti aus dem Himmel wieder die Hände um mich gehalten, so wie sie es früher immer machte. R.I.P Ma. 🙄😊🙏

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